F.G. Patterson: Fragen und Antworten

"Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der im Reich der Himmel unterrichtet ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt." (Mt 13,52)

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FGP- Schriften


Das verborgene Manna und der weiße Stein

Das Reich Gottes und Sauerteig

Sauerteig

Die symbolische Bedeutung der Zahl fünf

Die dispensationale Bedeutung der 'Tage' in Johannes 1 + 20 + 21




Das verborgene Mann und der Weiße Stein

Q. Was ist gemeint mit dem "verborgenen Manna" und dem "weißen Stein" in Offb. 2:17?

A. Die Versammlung hatte sich von ihrer ersten Liebe in dem Zustand entfernt in dem Zustand, der in der Botschaft an Ephesus (Kap. 2) angedeutet wird. Gott hatte die Verfolgung, mit der Satan versucht hatte, sie aus der Welt zu vertreiben, zu dem gewendet, was sie für den Herrn aufleuchten ließ. Das ist Smyrna. Satan war also nicht erfolgreich wie ein "brüllender Löwe", und nun versucht er die Verführung, als "Schlange" und hatte sie in die Welt hineingezogen. Das ist es, was wir in dem Brief an Pergamos finden. Das ist Smyrna. Satan war also nicht erfolgreich wie ein "brüllender Löwe", und nun versucht er die Verführung, als "Schlange" und hatte sie in die Welt hineingezogen. Das ist es, was wir in dem Brief an Pergamos finden. "Ich weiß, wo du wohnst: wo der Thron des Satans ist." Dennoch gab es Gläubige. Antipas, ein treuer Märtyrer, könnte unter ihnen für seinen Namen getötet worden sein. (Auffallende Bedeutung, der Name Antipas, d.h. "gegen alle", als alle in die Welt entschwanden.) Nun finden wir die Verheißung an den Überwinder in solch einem Zustand - das "verborgene Manna" und den "weißen Stein". Das Manna war, in Christus als demütig hienieden: Es gab keinen Platz auf der Erde, den Er einnehmen konnte: andernfalls hätte Er die Welt in ihrem Zustand des Abfalls von Gott anerkannt. Er war der Niedrigste auf Erden. Jene, die fest auf diesem niedrigen Weg standen, den die Versa in seine Fußstapfen treten sollte, würden so mit ihm gespeist werden Ihm, als dem gedemütigten, verworfenen Einen- Diejenigen, die fest auf diesem niedrigen Weg standen, auf dem die Versammlung in Seine Fußstapfen treten sollte, würden so mit Ihm gespeist werden. Mit Ihm, dem demütigen, verworfenen- Charakterzüge, die die Versammlung im Begriff stand zu verwerfen. Es war auch das "verborgene Manna". Dies ist eine Anspielung auf den goldenen Krug mit Manna, der in der in der Bundeslade zur Erinnerung aufbewahrt wurde (2Mo. 16). Die Erniedrigung des dieses Gesegneten vergisst Gott nie. Es war kein bloß vorübergehender Wohlgeruch als bloßes Mittel zum Zweck, um sein großes Werk zu vollenden. Sondern das, was in Gottes Gedächtnis und Herz für immer bleibt! Gesegnet, von solcher Nahrung genährt zu werden - "Gottes Schatz". Der "Weiße Stein" war nach einem alten Brauch ein Zeichen der Zustimmung - so wie ein schwarzer Stein für Missbilligung stand - Es ist die Anerkennung Christi für diejenigen, die sich mit diesem bescheidenen Weg zufriedengaben. In den Stein wurde ein neuer Name geschrieben, bekannt nur dem, der ihn empfangen hat. Jetzt gibt es gemeinsame Freuden der Heiligen Gottes, auch im Himmel wird es weiter gemeinsame Freuden geben. Aber es gibt jetzt geheime Freuden zwischen dem Herzen und Christus, die nur dem bekannt sind, der sie allein empfängt. Solche wird es auch im Himmel geben.

Das Reich Gottes und Sauerteig

Q. "Zeta". Wie sollen wir das "Reich Gottes" verstehen in Lukas 13? Ist das Reich Gottes verderblich; wenn nicht, was sind wir unter dem "Sauerteig" zu verstehen?

A. Es ist hier das Reich, wie es der Verantwortung des Menschen überlassen und vom Menschen in die Hand genommen wird, und nicht das Reich das von Gott in Macht errichtet wird, das durch Gerechtigkeit wirkt. Der "Feigenbaum", sinnbildlich für das jüdische Volk Volkes, schadete allen ringsum; der Name Gottes wurde durch sie unter den Nationen gelästert. Sie beschmutzte den den Boden und sollte abgehauen werden. Jesus suchte Frucht in den drei Jahren seines Dienstes, aber hat keine gefunden. Seine Fürbitte am Kreuz brachte die Antwort in einem neuen Angebot durch den Heiligen Geist, der zu Pfingsten herabgesandt wurde. Dieses Angebot haben wir in Apostelgeschichte 3. Diesem wurde mit der Gefangennahme der Apostel und das Martyrium des Stephanus begegnet. Dann wurde alles geschlossen - es wurde "abgehauen". "Auch in diesem Jahr" war diese frische Gnade von Gott (siehe Apostelgeschichte 2-7, passim). Ein anderer Baum nimmt seinen Platz ein (Lukas 13:18, 19); aber er wird vom Menschen in die Verantwortung genommen, und so wird er zu einer großen beschützenden Macht; während Gott seinen eigenen Ratschluss ausführt. "Sauerteig" wird in der Schrift nicht als typisch für das verwendet, was gut ist. Es gibt aber verschiedene Verwendungen des Begriffs, und möglicherweise verschiedene Schattierungen der Bedeutung. In 1. Korinther 5,8 finden wir "alten Sauerteig" und "Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit" unterschieden. Es scheint, dass die alte Schöpfung der Gedanke in dem erstgenannten und die Früchte davon in dem zweiten Satz sind. Nun ist die alte Schöpfung an sich nicht böse; aber da der Mensch gefallen ist, ist sie anders geworden als das, was Gott geschaffen hatte. Das Böse kam hinein, und was vollkommen gut war, fiel. Das allmähliche und sichere Auftauchen der alten Schöpfung im Christentum ist offensichtlich und erlaubt. Die Versammlung wurde in die Kraft einer neuen Schöpfung gesetzt durch den aufgestiegenen Herrn, durch den Heiligen Geist. Sie sollte ihre Tugenden entfalten, während sie in der alten war. Das Wirken des alten Menschen und und des Fleisches begannen bald und verdrängten so den Platz des Neuen: Das Fleisch nahm den Platz des Geistes ein. So wirkte die alte Schöpfung - gefallen, und unter der Sünde - wie Sauerteig, und wird es tun, bis alles durchsäuert ist bis der Herr die Übriggebliebenen seines Volkes wegnimmt und nichts übrig bleibt als der alte Mensch - die alte Schöpfung, gefallen, und doch sich zum Christentum bekennend, und in Verantwortung das, was Gottes Autorität besitzt oder besessen hat, sein Reich hier auf Erden. Alles innerhalb des Bereiches Bereichs des Reiches im Bekenntnis hat diese Tendenz. Jeder Appell in religiöser Weise an den Menschen in der Natur, Musik Architektur, Malerei, Bildhauerei; das, was die Sinne erregt, den Geschmack des natürlichen Menschen befriedigt, ist das, was sozusagen den Sauerteig zum Aufgehen bringt. So auch in der sensationellen Predigt - populär, und geeignet, die Menge zu sammeln. Dieser Sauerteig wirkt zunächst im Verborgenen, "bis alles gesäuert ist" - bis die alte Schöpfung die neue ersetzt; bis der Antichrist an die Stelle Christus ersetzt. Dann kommt das Gericht. "Der Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit" wäre eher die bösen Früchte der alten Schöpfung, wie sie von Gott gefallen sind. "Es ist gleich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war."

Sauerteig

T. S., Crewe. In Beantwortung Ihrer Frage zu Matt. 13:33:

Du wirst in der Schrift eine Regel finden, dass Sauerteig immer als typisch für das Böse verwendet wird, ob in der Lehre oder in der Praxis; und das ohne eine einzige Ausnahme. Zum Beispiel: "Gebt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer. . . . Da verstanden sie, dass er nicht gesagt hatte, sich zu hüten vor dem Sauerteig der Brote, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer." (Matthäus 16:6, 11, 12). Siehe auch Markus 8,15, Lukas 12:1. Im letzten Vers lesen wir: "Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, der Heuchelei ist." Paulus schreibt an die Korinther im Hinblick auf die schlechte Praxis, "Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Leib durchsäuert?" (1. Korinther 5,6). Und an die Galater, im Hinblick auf die böse Lehre, "Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Leib" (Galater 5:9). In Matthäus 13,33 werden wir in einem von sechs Gleichnissen, die dem vom Sämann folgen, belehrt, ein Gleichnis vom Reich der Himmel in seiner neuen, geheimnisvollen Form, das mit der auf die Verwerfung des Königs hin in die Welt gebracht werden sollte. Denn ein eigentümliches und auffallendes Merkmal des Reiches des Himmel im Geheimnis ist, dass der König nicht hier ist. Dies war etwas von dem "Neuen", die ein Schriftgelehrter, der in der Sache unterrichtet war nun aus seinen Schätzen hervorholen würde, zusätzlich zu den "alten" Dingen, die die Propheten zuvor über das Reich der Himmel geschrieben hatten (Mt 13,52). Als gesagt wurde, dass es sein würde "wie die Tage des Himmels über der Erde" (Deut. 11:21). Und über den Thron des des Königs: "Sein Thron (soll) sein wie die Tage des Himmels" (Psa. 89:29). Und wiederum sollten die Nationen wissen, dass "die Himmel regieren“. Nun wurde dieser ganze Zustand für die Zeit völlig beiseite gelegt Zeit, wegen der Ablehnung des Königs - von Christus. Und, anstelle all der Segnungen, die mit seinem Empfang einhergingen würden, kam ein ein ganz anderer Zustand der Dinge. Der Feind würde kommen und Unkraut unter den Weizen in der Welt säen, oder, wie es heißt, "der Acker" (Mt 13,38). Die äußere Erscheinungsbild, das das Reich der Himmel dann annehmen würde, wäre das einer riesigen, beschützenden Macht sein, in der Gestalt eines Baumes, der die Vögel des Himmels beherbergen würde, oder wie sie interpretiert werden die Abgesandten des Bösen. (Siehe Matt. 13:4, 19, 32). Und wieder, wie unser Gleichnis uns sagt, würde das lehrhafte oder das moralische Böse in die drei Maße des Mehl, oder der Bereich des nominellen Bekenntnisses zum Christentum, bis das Ganze gesäuert sein sollte. Man braucht nur die Augen zu erheben, mit nur einer kleinen Menge geistiger Intelligenz, auf den Zustand der Christenheit um sie herum, und man wird sehen, wie schnell dies zustande kommt.

Worte der Wahrheit 1:220, 221.

Die symbolische Bedeutung der Zahl fünf

34. "C. Somerset." - "Was bedeutet die Zahl 'fünf' in der Heiligen Schrift?"


Fünf scheint verwendet zu werden, um das zu bezeichnen, was relativ klein ist; die Zahl, die Schwäche charakterisiert. In 3Mo 26:8 lesen wir: "Fünf von euch sollen hundert jagen." Gerade die Kleinheit Israels würde, wenn es treu wäre, seine mächtigen Feinde leicht entmutigen. In Jesaja 30,17 wird dagegen von ihnen in der Zeit ihres Gerichts gesagt: "vor dem Drohen von Fünfen werdet ihr fliehen, bis ihr übrig bleibt wie eine Stange auf der Spitze des Berges und wie ein Banner auf dem Hügel. " Im Gleichnis von den zehn Jungfrauen finden wir, dass sie nach dem mitternächtlichen Ruf in zwei Fünfer zerbrochen wurden - Schwäche - in der Zeit zwischen dem Wiederaufleben der Hoffnung auf das Kommen des Herrn in der Kirche und dem Verschließen der Tür. Wir finden den Herrn (Matthäus 14, Markus 6, Lukas 9 und Johannes 6), wie er die Menge aus fünf Broten und zwei Fischen speist. Er ist der Nachfrage gewachsen, egal wie dürftig die Versorgung ist, zu Zeiten von solch besonderen Momenten in der Geschichte des Evangeliums. Paulus sagt: "Aber in der Versammlung will ich lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, um auch andere zu unterweisen, als zehntausend Worte in einer Sprache. (1Kor 14,19).

Es gibt viele andere Stellen, an denen "fünf" in der Schrift verwendet wird, aber diese Stellen werden zum Verständnis seiner Bedeutung als Symbol beitragen.


Die dispensationale Bedeutung der 'Tage' in Johannes 1 + 20 + 21

55. "C. Somerset." - "Was ist die dispensationale Bedeutung der 'Tage' in Johannes 1; und wie stimmen sie mit den 'Tagen' in Johannes 20 und 21 überein?"


Zuerst das Zeugnis des Johannes für seine Jünger, die sich Jesus zu Lebzeiten auf der Erde anschlossen (V. 35 usw.); dann das des Herrn; dann das der Zeugen (V. 43 usw.). Dann wiederum stellt Nathanael den Überrest in den letzten Tagen dar, einen Israeliten, in dem keine Trug ist (vgl. Zeph 3,13; Offb 14,5), der noch allein sitzt, unter dem alten Bund - "abgesondert" (vgl. Sach 12,13), und auf den der Herr in der Zeit ihrer Bedrängnis schaut, bevor sie Ihn sehen. (Siehe Jesaja 57,15; 66,2.) Dann erkennen sie Ihn als "Sohn Gottes" und "König Israels", wie es in Ps. 2 heißt. Doch Nathanael, jetzt, da er den Herrn kannte, würde noch größere Dinge als diese sehen: den geöffneten Himmel und einen "Menschensohn", der die Aufmerksamkeit der Engel Gottes auf sich zog!

Dann (Kap. 2), am dritten Tag, erneuert der Herr in der Hochzeitsszene in Galiläa seine Beziehungen zu Israel. Er wird zum Gastgeber statt zum Gast und verwandelt das Wasser der Reinigung in den Wein der Freude des Königreichs. So offenbart Er Seine Herrlichkeit. Dann folgt sein Gerichtshandeln in Jerusalem und die Reinigung des Tempels.

Diese Tage sind ganz und gar irdisch und mit Israel. Zuerst das Zeugnis des Johannes, dann das von Christus, dann die Zeugen, und dann seine Verbindung mit den Juden und dem Tempel bei Seiner Wiederkunft.

In den Kapiteln 20, 21 gibt es keine "Tage", und hier ist es eher das Gegenteil. Er versammelt seine Jünger nach seiner Auferstehung und ist in der ersten Szene mitten unter ihnen. Thomas repräsentiert den jüdischen Überrest, der glaubt, wenn er Ihn sieht. (Sach. 12, 13.) Er verkündet die Seligkeit derer, die nicht gesehen, aber geglaubt haben. Es ist nicht die Versammlung (wie von Paulus gelehrt), sondern eine Andeutung des Auferstehungswerkes; nicht einfach ein irdisches Werk. Es gibt hier keine "Tage", sondern drei aufeinanderfolgende Szenen, die auf einen Christus hinweisen, von dem man weiß, dass er sie in der Auferstehung verlassen hat - noch nicht die Vereinigung der Gläubigen zu einem Leib durch den Heiligen Geist, die zur Himmelfahrt gehört, und Johannes lehrt nicht die Versammlung oder erwähnt sie als solche.

Ich sehe in Thomas' Unglauben eine Andeutung, dass der Jude das Zeugnis des Christentums und des auferstandenen Christus durch die Versammlung nicht im Glauben annimmt. Er glaubt, wenn er sieht, wie es die Juden tun werden, gemäß Sach. 12, 13 usw., und Ihn als seinen Herrn und seinen Gott anerkennt. (Siehe Jesaja 25,9.)

In der dritten Szene sieht man sieben Fischer und unversehrte Netze - das Werk der tausendjährigen Einsammlung wird nicht beeinträchtigt. Als der Morgen anbricht, erscheint der Herr, und die Netze werden ans Ufer gezogen - der Herr hat die Fische bereits an Land, von Ihm selbst durch die Nacht der Mühsal geholt.


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